Psychoedukation

Was bedeutet eigentlich Psychoedukation?

Psychoedukation von »Psyche« und »Edukation« bedeutet Erziehen, etwas Lehren oder Beibringen und Vermitteln.

Psychoedukation ist der Versuch, medizinische oder wissenschaftliche Fakten so zu übersetzen, dass sie von anderen Personen ohne wissenschaftlichen Hintergrund, wie zum Beispiel dem Patienten verstanden werden können.

Durch das Verstehen der Krankheit kommt der Patient in die Lage, diese besser zu bewältigen.

In Stichpunkten

  • Besseres Verständnis der eigenen Erkrankung und damit bessere Krankheitsbewältigung
  • Integration des neu erlernten Wissens in den Alltag der Person
  • Missverständnisse und fehlerhafte Vorstellungen, Einstellungen und Verhaltensweisen können durch neues Wissen korrigiert werden
  • Zu wissen >was es ist<, also um welche Krankheit es sich handelt, wirkt für den Patienten entlastend, weil jetzt besser strukturiert
  • Die Therapiemotivation wird erhöht, der Patient kann besser mitarbeiten
  • Verringerung eines Rückfalls für die Zukunft

Allgemein ist es so. Je mehr man über etwas weiß, desto besser versteht man es und desto besser kann man etwas damit Tun.

Man kann bestimmte Situationen frühzeitig erkennen und sich darauf einstellen und eventuell früh genug etwas dagegen unternehmen und es abmildern.

Man wird handlungsfähiger und mehr Ursache über seine Beeinträchtigung und ist nicht mehr so sehr Wirkung.

Zuerst das Verstehen der Krankheit, dann das Behandeln der Krankheit und nach erfolgreicher Behandlung sollte man sicherstellen, dass die Krankheit in Zukunft nicht mehr auftritt.

Was vorher irgendwelche diffusen Symptome waren, wird nach der Psychoedukation zu etwas Greifbarem. Man kann es angehen. Es Therapieren.

Und da der Patient jetzt mehr über seine Krankheit weiß, kann er auch besser mit dem Psychotherapeuten zusammenarbeiten, besser zur Therapie beitragen und dadurch den Therapieerfolg erhöhen. Er weiß jetzt, womit er es zu tun hat.

Wissen kann Missverständnisse beseitigen und Einstellungen und Verhalten ändern.

Dadurch wird Optimismus und Therapiemotivation gestärkt, der Patient wird dann besser zur Therapie beitragen, mitarbeiten und zusätzliche Belastungen während der Therapie werden vermieden, weil der Patient mit der Zeit immer mehr erkennt, wie er überhaupt in bestimmte ungesunde Situationen geraten ist.

Zusätzlich wird auch das Wiedererkrankungsrisiko gesenkt.

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